Eines sonnigen dienstags, Ende Juni 2006 kamen 16 ver-schwitzte und müde Schülerinnen und Schüler nebest Beglei-tung in einer "Jugendherberge" in Prag an.
Zum Glück war der letzte Weg vom Hauptbahnhof-Prag zum "Hostel" relativ kurz, doch waren wir umso geschockter, als wir realisierten, dass 74 Treppenstufen bis zu unseren Gemä-chern zu erklimmen waren. Doch für die zentrale Lage - es trennten uns nur 5 Minuten vom Zentrum - und die 24 Stun-den besetzte Rezeption nahmen wir die bereits gut ausge-tretenen Stufen gerne in kauf!
Im Laufe der Woche unternahmen wir mit unseren Partner-schülerinnen und -schülern gemeinsame Erkundungen. Neben Schulbesuch, Betriebsbesichtigungen bei den Skoda Auto-werken und der Brauerei Starobramen, ließen wir keine Sehenswürdigkeit der "Golde-nen Stadt" an der Moldau aus! Die von uns bereits in Seeheim ausgearbeiteten "Routen" führten zu den "Pulvertürmen", über die Karlsbrücke, hinauf zur Prager Burg .. Wachwechsel inclusive ..., heimwärts durch das "Goldene" Gässchen. Juden-viertel, Glockenturm .. Kafka-Haus ... Nationaltheater .... Technik- und Nationalmu-seum .. Klassikkonzert ... und, und, und, ja, und ALLES zu Fuß!! Immer hindurch, durch die von Touristen überquellende Stadt. Täglich zwischen 7:00 und 8:00 Uhr Frühstück, danach Abmarsch oder Abfahrt .. das Programm will schließlich absolviert werden!!
Die Anteile zwischen Kultur und Freizeit waren gut und ausgewogen und das ab-wechslungsreiche Programm hat uns Stadt, Land und Leute etwas näher gebracht, aber nur etwas .. will heißen ... Prag ist mehr als eine Reise wert!!
Ach ja, dies soll nicht unerwähnt bleiben, .. die eigentlich sehr unterschiedliche Gruppe wuchs schnell zum Team zusammen und es herrschte fortwährend eine freundschaftliche, angenehme und lockere Atmosphäre.
Trotz des durchwachsenen Wetters ließen wir uns die Laune nicht verderben, zogen beinahe all abendlich von einer Lokalität zur nächsten, denn wir hatten ja nur ÜF gebucht ... und mischten zudem das Prager Nachtleben etwas auf, um so auch die Wirtschaftskraft des EU-Beitrittskandidaten zu stärken, was uns auch als gelungen bestätigt wurde!
Auch der Viertelfinalsieg unserer Fußball-Nationalmannschaft musste natürlich von uns und anderen Touristen ausgelassen gefeiert werden! Bier zählt in Tschechien übrigens zu den "Nahrungsmitteln" ... entsprechend hatten wir auch Bedarf an Nah-rung!!, außerdem war es recht warm und der Körper rief förmlich nach Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes!
Nach sieben Tagen eindrucksvoller Erlebnisse und neuer Erfahrungen traten wir er-schöpft aber glücklich unsere Heimreise an. Mit Dank für Betreuung und Gastfreund-schaft und einem "Wiedersehen" am 05.10.2006 in Seeheim verabschiedete sich das Schuldorf von den Pragern.
"Gruppe" SBS 2006
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